Die Griechen – Teil 2

Wie versprochen kommt heute der 2 Teil über Optionskennzahlen, die Griechen. Im Teil 1 habe ich versucht das Delta zu erklären. In diesem Artikel werde ich euch drei weitere Griechen erklären. Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen, deshalb starten wir gleich mit den weiteren Kennzahlen 😉

 Gamma:

Das Gamma zeigt uns die Veränderung des Deltas in Abhängigkeit von der Preisänderung des Basiswertes. Für Optionshändler, egal ob Käufer oder Verkäufer ist es interessant zu wissen wie empfindlich das Delta, bei Preisschwankungen des Basiswertes, reagiert. Das Gamma gibt an wie stark sich das Delta ändert, wenn der Basispreis schwankt.

Dazu ein kleines Beispiel:

Wir haben einen Call mit Delta 0,5 und ein Gamma von 0,05. Jetzt ändert sich jetzt der Basiswert, er steig um einen 1$.

Der Preis der Option steigt um 0,5$.

Das Delta steigt um 0,05, das heißt wir haben jetzt ein neues Delta von 0,55.

Wenn jetzt der Preis des Basiswertes nochmal um 1$ steigt, dann ändert sich der Preis der Option schon um 0,55$. Gleichzeitig wird sich auch das Delta wieder erhöhen.

 

Vega:

Dieser Wert beschreibt den Einfluss der Volatilität für die Preisbildung der Option. Die Volatilität ist eines der wichtigsten Einflussfaktoren für den Optionspreis. Vega drückt die Erwartung der Marktteilnehmer auf die Volatilität aus und hat damit Einfluss auf das Risiko und folge dessen auf den Preis der Option. Wie die Volatilität genau funktioniert werde ich in einem eigenen Artikel erklären. Aber wichtig ist zu wissen, je höher die Volatilität, desto höher das Vega und somit auch der Zeitwert der Option.

Thea:

Das Theta beschreibt den Zeitwert einer Option. Eine Option hat eine bestimmte Laufzeit, dass Theta gibt an, wie sich der Preis der Option ändert, wenn ein Tag vergeht, also die Restlaufzeit um einen Tag verkürzt wird. Bei sehr langlaufenden Optionen ist der Zeitwertverfall am Anfang sehr gering. Je kürzer die Restlaufzeit, desto höher ist der Zeitwertverfall. Daher verkaufen wir Optionen mit einer eher kürzeren Laufzeit, um vom Zeitwertverfall zu profitieren.

 

sokrates-athen-griechenland

So das war‘s eigentlich schon mit den wichtigsten Kennzahlen von Optionen. Ich hoffe, ich konnte euch wieder ein neues Kapitel über Optionen erfolgreich näherbringen. Die Optionskennzahlen, vor allem das Delta sind für den Handel sehr wichtig. Für alle, die vorhaben Optionen zu handeln, lohnt es sich auf jeden Fall sich mit diesem Thema vertraut zu machen. Falls Ihr Fragen habt, schreibt es einfach in die Kommentare.

Lg Michael

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: www.travelguide.world

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5 Gedanken zu “Die Griechen – Teil 2

  1. Danke für die Zusammenfassung. Spannend werden die Griechen vor allem dann, wenn man ein Portfolio aus Optionen managed. Gerade für Short Puts sind sie meiner Meinung nach aber eher vernachlässigbar. VG, Rico

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  2. Ob die Griechen bei Short Puts vernachlässigbar sind, hängt meines Erachtens davon ab, ob man sich die Aktien einbuchen lässt oder nicht. Klar, rollen kann man immer, es sollte aber nicht zur Gewohnheit werden.

    Sehr schön zusammen gefasst 🙂

    mfG Chri

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  3. Habe den Artikel durch Zufall gesehen und muss etwas dazu schreiben, da es hier ein wenig durcheinander geht. Sorry, das hört sich wie gleich klugscheißen an, ist aber wirklich nicht so gemeint. Zurückhalten kann ich mich aber auch nicht, da ein paar Dinge wirklich nicht passen.

    Zunächst eine Ergänzung zur Volatilität, wie sie im Artikel verwendet wird. Gemeint ist hier die implizite Volatilität, also die Vola, die im Preis der Option steckt (im Gegensatz zur historischen, d.h., in der Vergangenheit beobachteten Vola).

    „Vega drückt die Erwartung der Marktteilnehmer auf die Volatilität aus“: Das stimmt nicht. Gemeint ist hier die implizite Volatilität, die die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer ausdrückt. Das Vega hingegen drückt aus, um welchen Betrag sich der Wert der Option ändert, wenn sich die Vola um 1% oder 100% (je nach Skalierung) verändert. Ein Vega von +1 bezogen auf eine Veränderung der Vola um 1% gibt also an, dass sich der Wert der Option um 1 erhöht, wenn die Vola um einen Prozentpunkt steigt.

    „Aber wichtig ist zu wissen, je höher die Volatilität, desto höher das Vega und somit auch der Zeitwert der Option.“: Das Vega reduziert sich mit steigender Vola. Wer’s nicht glauben mag, kann z.B. hier mal rumspielen: http://www.fintools.com/resources/online-calculators/options-calcs/options-calculator/ Wichtig ist nochmal zu sagen, dass Vega lediglich eine Sensitivität (d.h. wie verändert sich der Wert der Option wenn sich einer Einflussfaktoren ändert) ist und etwas anderes als die implizite Vola.

    „Das Theta beschreibt den Zeitwert einer Option.“: Gemeint ist hier der Zeitwertverlust, nicht der Zeitwert. Theta ist eine Sensitivität, die den Wertverfall ausdrückt, wenn sich die Restlaufzeit verkürzt. Es ist nicht der Zeitwert.

    Ein Hinweis noch zum Gamma: Dieses ist nicht konstant sondern stark abhängig von Restlaufzeit und Kurs des Basiswerts (im Verhältnis zum Strike). Die Faustregel ist: Je weiter weg der Basispreis vom Strike ist, desto geringer ist das Gamma.

    Wie geschrieben, soll keine Klugscheißerei sein. Aber ich konnte es auch nicht unkommentiert stehen lassen.

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